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 Ein Radiobericht aus dem Jahre 2006

Mit Spaß und guter Laune - Beatrice Ortlepp zeigt, wie man mit Lehm bauen kann<o:p>

 

Kulturradio: Zeitpunkte

 

Aut.: Ulrike Lückermann

 

Red.: Heike Kalnbach

 

 

         Autorin:

 

            Vor sechs Jahren hat Beatrice Ortlepp ein fast 300 Jahre altes reetgedecktes Fachwerkhaus in der kleinen Gemeinde Biesenthal ersteigert. Es ist ein idea-ler Ort, mit Lehm zu arbeiten und zu experimentieren. Der natürliche Baustoff verträgt sich besonders gut mit Holz und ist preiswert, weil er fast überall im Boden vorhanden ist. Im Dorf wird Beatrice Ortlepp manchmal belächelt, weil viele sich nicht vorstellen können, Wände zu haben, die aus Erde bestehen. Andere kommen weit angereist, um die Vorzüge des Lehms kennenzulernen. Für sie bietet Beatrice Ortlepp spezielle Kurse an.               

 

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Take 1:

 

Ich machs auch eher aus Spaß, weil ich das total schön und nett finde. Ich habe Baufacharbeiterin in der DDR gelernt. Das ist wie Maurerin. Im Hochbau hab ich gelernt. Manche Leute haben ja auch nen Garten, weil sie gern in der Erde buddeln. Und ich hab halt das Haus, weil ich erdig bin. Und weil es auch gesund ist, die Seele gesund hält, denk ich.   

 

 

Autorin:

 

Die Teilnehmer ihrer Lehmbaukurse können Gefache mit Strohballen füllen, Mischungen aus Lehm anrühren, Ornamente modellieren, Wände mauern und verputzen. Abends sitzen sie gemütlich beisammen.  

 

Take 2:

 

Wir machen Gesprächsabende. Ich hab nen Spieleabend geplant, dass wir einen Tag weggehen, dass wir grillen, dass wir nen Lagerfeuer machen, dass wir verschiedene Dinge am Abend machen, die so ne Gemeinschaft fördern. Dann sind auch immer Architekten dabei oder Bauingenieure, dass man sich auch berät. Jeder hat ne Idee, die er machen will.

 

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Autorin:<o:p>

 

Sascha kommt aus Frankfurt am Main und will seine Wohnung mit ökolo-gischen Materialien renovieren. Mit einem Quast befeuchtet er Wände auf dem Dachboden, bevor sie mit Lehm verputzt werden.  

 

 

Take 3: <o:p>

 

Atmo: mit Wasser befeuchten. Wenns trocken ist, fällts einfach wieder ab. Wenns viel zu naß ist, fällts auch einfach wieder ab. Atmo. Es macht Spaß, darin rum-zurühren. Und sich damit bekleckern, das stört einfach nicht. Das ist richtig beruhigend.

 

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Autorin: <o:p>

 

Lehm ist eine Mischung aus Ton, Sand, dem feinsandigen Schluff und gröbe-ren Bestandteilen wie Kies und Schotter.

 

 

Take 4: Atmo: mit Maurerkeller im Putz rühren

 

 

Autorin:<o:p>

 

Beatrice Ortlepp nimmt etwas Putz auf eine Maurerkelle und zeigt, wie der Lehm an die Wand geworfen und anschließend abgezogen oder angerieben wird.

 

 

Take 5:   <o:p>

 

            Wenn die Putzmischung gut ist und man verreibt gut, dann ist der auch so gut, dass es nicht runter rieselt. Das haben wir gerade unten gemacht. Dann wird zum Schluss noch mal abgepinselt, dass der Sand runterfällt. Dann bleibt nur der Ton, der Schluff an der Wand. Und der ist glatt und der hält auch gut. Wenn man da jetzt im Flur fünfmal vorbei läuft oder Jacken aufhängt, dann pinselt man es schon oder macht Leinöl rein zur Abriebfestigkeit. Wenn man Wände auch abdichtet nach außen, damit sie nicht von der Luftfeuchtigkeit weggenommen werden, vom Regen, macht man Kuhdung rein. Der stinkt nicht mal. Aber der ist für die Leute auch son bißchen bah.

 

 

 Autorin: <o:p>

 

            Trotz seiner Wasserempfindlichkeit hat Lehm viele Vorteile. Er speichert Wär-me, kann die Luftfeuchtigkeit gut aufnehmen, aber auch wieder abgeben und sorgt für ein gutes, gesundes Raumklima. Die Schleimhäute trocknen nicht aus, Nase und Atemwege werden nicht durch Feinstaub gereizt. Im Sommer bleiben die Räume schön kalt, im Winter warm. Getrockneter, nicht gebrannter Lehm kann jederzeit wiederverwendet werden, sodass kein Bauschutt anfällt, der die Umwelt belastet. Nachdem sie eine Woche lang mit dem natürlichen Baustoff gearbeitet haben, sind Johanna, eine gelernte Zimmerin, und der Student Sascha begeistert.

 

 

            Take 5:<o:p>

 

Ich hab in meiner Lehrfirma und in vielen Firmen immer Fachwerk reparieren müssen, das falsch oder mit falschen Stoffen ausgemauert war, die nicht zum Holz passen. Und hab bei Lehm oft vorgefunden, dass es noch heile ist. Und wollte deshalb lernen, wie man Gefache vom Fachwerk mit Lehm ausfüllt. Und das kann ich hier. 

 

Natürlich ne tolle Erinnerung an ne witzige Gruppe. So gut und oft hab ich lang nicht mehr gelacht. Ich hab mit diesem Baustoff umgehen gelernt. Ich weiß jetzt, dass ich mir irgendwelche Erde holen kann. Das kann ich jetzt testen. Ich bin jetzt einfach unabhängig. Und das find ich halt klasse. Ich muss nicht in nen Laden rennen. Und das ist genau das, was ich will.

 

           

 

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mehr Infos zum Ort auch unter: www.Der-Kastanienhof.de | lehmbaukurse@gmx.de / 01781987624 / 039726258254